Die Bundesregierung hat ein weiteres Hilfsprogramm für die Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Pandemie verabschiedet, welches kurzfristig in Kraft treten soll. Das Programm ist speziell ausgerichtet auf bestimmte Wirtschaftsbereiche, nämlich insbesondere Veranstaltungslogistik, Catering, Messeunternehmen, Schausteller, Clubs und Bars, ist aber nicht darauf beschränkt.

Aus dieser Ausrichtung erklärt sich allerdings die sehr spezielle Ermittlung eines möglichen Förderungsbedarfs, nämlich die ausschließliche Fixierung auf die Umsätze der Monate April und Mai 2020 im Vergleich zu den Umsätzen in den Monaten April und Mai 2019. Nur wenn diese um mindestens 60 % rückläufig sind, kommt überhaupt eine Förderung für die nächsten Monate in Betracht. Damit fallen viele Unternehmen, die ebenfalls dringend auf Hilfe angewiesen sind, nicht unter dieses Programm.

Für den Fall, dass Ihr Unternehmen nicht an dieser Eingangshürde scheitert, ist im zweiten Schritt eine relativ aufwendige Berechnung für die Ermittlung des möglichen Anspruchs erforderlich. Dazu gehören neben der Zusammenstellung bestimmter Fixkosten auch Umsatzschätzungen für die Folgezeit. Die Berechnung ist verbindlich durch ein Testat von einem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer zu bestätigen und die Anträge können voraussichtlich ab Ende des Monats Juni Online gestellt werden.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die ersten Eckpunkte “Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ veröffentlicht. Sie finden diese Veröffentlichung auf der Seite des Ministeriums unter dem folgenden Link

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/E/eckpunkte-ueberbrueckungshilfe.pdf?__blob=publicationFile&v=12

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BORKEL DEDECKE 2020